So ist unser Comic entstanden
Von unserer ersten Idee bis zum fertigen Heft
Ein fertiger Comic beginnt für uns nicht mit dem ersten Bild. Am Anfang stehen viele Fragen, Ideen und Entscheidungen.
Juna und ich haben „Luna & Leon – Die Stadtentdecker“ Schritt für Schritt entwickelt. Auf dieser Seite zeigen wir, wie aus einer ersten Idee eine fertige Geschichte geworden ist.
1. Unsere Geschichte
Am Anfang stand für uns die Frage:
Was soll erzählt werden?
Wir wollten eine Geschichte entwickeln, die in einer echten Stadt spielt und trotzdem spannend wie ein Abenteuer ist. Daraus entstand unser Rätsel: Was ist mit dem alten Freibad passiert?
Danach haben wir die Handlung Schritt für Schritt geplant. Welche Orte kommen vor? Welche Hinweise finden Luna und Leon? Was erfahren sie am Ende?
Ein Storyboard half uns dabei als Bauplan für die einzelnen Szenen.
2. Unsere Schauplätze
Für unsere Geschichte haben wir die ausgewählten Schauplätze fotografisch dokumentiert.
Die Fotografien wurden später zur Grundlage für die gezeichneten Hintergründe. So konnten wir wichtige Merkmale der realen Orte erhalten und sie im Comic wiedererkennbar machen.
3. Unsere Figuren
Damit Luna und Leon in jeder Szene wiedererkennbar bleiben, mussten wir sie genau beschreiben.
Wir haben unter anderem Alter, Aussehen, Kleidung, Frisur und besondere Merkmale festgelegt. Aus diesen Beschreibungen entstanden Character Sheets, die uns bei den späteren Bildern als Vorlage dienten.
4. Unser Zeichenstil
Auch den gemeinsamen Stil des Comics haben wir vorher festgelegt.
Klare Linien, freundliche Farben, einfache Formen und ein moderner europäischer Comicstil sollten dafür sorgen, dass die einzelnen Bilder zusammengehören und die Geschichte ihren eigenen Look bekommt.
5. Jedes Bild wird geplant
Für jedes Panel mussten wir überlegen:
- Was passiert?
- Wo stehen die Figuren?
- Welche Perspektive wird verwendet?
- Was ist im Hintergrund zu sehen?
- Wo wird später der Text stehen?
Diese Planung erinnert uns in vielen Punkten an die Vorbereitung einer Filmszene. Erst wenn die einzelnen Teile zusammenpassen, kann ein Bild seine Geschichte erzählen.
6. Bildmaterial und KI
Für die Erstellung und Bearbeitung des Bildmaterials haben wir künstliche Intelligenz als Werkzeug eingesetzt.
Dafür mussten wir genaue Arbeitsanweisungen, sogenannte Prompts, entwickeln und immer wieder anpassen. Die KI konnte uns bei einzelnen Umsetzungsschritten helfen, aber sie hat nicht die Geschichte für uns entwickelt.
Die Geschichte, die Bildkomposition, die Auswahl der Ergebnisse und die Kontrolle blieben unsere Aufgabe. Wir mussten jedes Ergebnis prüfen und entscheiden, ob es wirklich zu unserer Geschichte passt.
7. Unsere Szenen setzen sich zusammen
Hintergrund, Figuren und weitere Elemente haben wir zu fertigen Comicbildern zusammengesetzt.
Dabei mussten Perspektive, Größenverhältnisse, Positionen, Licht und Bewegungsrichtungen zusammenpassen. Oft waren es kleine Änderungen, die am Ende dafür sorgten, dass eine Szene stimmig wirkte.
8. Texte und Seiten
Anschließend haben wir Dialoge und weitere Texte eingefügt.
Wir mussten darauf achten, dass Sprechblasen keine wichtigen Bildbereiche verdecken und die Leserichtung eindeutig bleibt. Die fertigen Panels wurden danach zu vollständigen Comicseiten zusammengestellt.
9. Prüfen und korrigieren
Auch wenn eine Seite fertig aussieht, ist ein Comic für uns noch nicht automatisch fertig. Wir haben mehrere Korrekturläufe gebraucht.
Geprüft haben wir unter anderem:
- Handlung und Reihenfolge
- Figuren und Kleidung
- Orte und Hintergründe
- Bewegungsrichtungen
- Dialoge und Rechtschreibung
- Positionierung der Sprechblasen
- Technische Druckfähigkeit
Erst nach diesen Prüfungen war unser Heft bereit für den Druck.
Was wir dabei gelernt haben
Ein Comic besteht aus viel mehr als aus Zeichnungen. Auf dem Weg vom ersten Gedanken bis zum fertigen Heft mussten wir immer wieder planen, ausprobieren, prüfen und korrigieren.
Eine gute Idee + eine Geschichte + Planung + Gestaltung + Technik + Kontrolle
So ist Schritt für Schritt unser Comic entstanden. Auch moderne Werkzeuge nehmen uns diese Arbeit nicht ab. Sie geben uns neue Möglichkeiten, mit denen wir unsere Ideen umsetzen können.